Spritzbetoninstandsetzung von Wasserbauwerken
Erfahrungen aus der Praxis
Kubens, Christian
Wasserbauwerke aus dem vorigen Jahrhundert können erhebliche Oberflächenschäden aufweisen, die auf den meist unzureichenden Frostwiderstand des Betons bzw. bei Natursteinmauerwerk auf den des Fugenmörtels zurückzuführen sind. Die Instandsetzung solcher Massivbauwerke stellt besondere Anforderungen an Planer und ausführenden Unternehmer, weil der Altbeton mit Druckfestigkeiten von 20 N/mm² und weniger die Regelanforderungen der konventionellen Instandsetzungsbaustoffe nicht erfüllt. Neue Instandsetzungskonzepte sind in der neuen ZTV-W LB 219 konzipiert worden, die dem bewehrten und rückverankerten Spritzbeton im Trockenspritzverfahren ein breites Anwendungsfeld erschließen. In dem Beitrag wird die Anwendung dieses Konzepts bei der Instandsetzung der Luftseite der Talsperre Muldenberg und der Wasserseite der Talsperre Bleiloch beschrieben. Mit den vorgestellten Baustellenanwendungen von Spritzbeton im Trockenspritzverfahren bei der Betoninstandsetzung im Wasserbau wird den Fachplanern und Baufirmen ein neues wirtschaftliches Anwendungsgebiet für den altbekannten Baustoff Spritzbeton erschlossen. Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung dieses Bauverfahrens ist die Qualifikation des Düsenführeres, der in der Lage sein muss, die Bewehrung sicher einzubetten. Durch die Verwendung der allgemein bauaufsichtlich zugelassenen elastischen Hohlkugeln „SikaAer Solid“, dem Nachfolgeprodukt der bisherigen mit Erfolg verwendeten Mikrohohlkugeln, verfügt der Spritzbeton über einen Zusatz, der zur Erzielung des Frostwiderstands und des Frost- und Tausalzwiderstands des instandgesetzten Bauwerks wesentlich beiträgt. –
Beitrag herunterladen

Ein Login ist zur Zeit leider nicht möglich.

oder alternativ ohne Konto:

Beitrag kaufen (€24,-)
beton 10/2008 ab Seite 428
Herausgeber des Artikels:
beton
Verlag Bau+Technik GmbH
Steinhof 39
40699 Erkrath
Tel: 0211 92499-0
Fax: 0211 92499-55