Besondere Aspekte bei der Entwicklung und Ausführung eines hochwärmedämmenden Hochleistungs-Leichtbetons mit sehr niedriger Betonrohdichte
Leichter Wohnbeton
Callsen, Björn / Thienel, Karl-Christian
Der Wunsch nach wärmedämmenden konstruktiven Leichtbetonen für den repräsentativen Wohnungs- und Bürobau wurde in den vergangenen Jahren in zahlreichen Bauwerken erfolgreich umgesetzt. Viele Planer nutzten dazu Leichtbetone der Festigkeitsklassen LC12/13 und LC16/18 in den Rohdichteklassen D1,2 bis D1,4. Sie konnten so die Randbedingungen der maßgeblichen Betonnormen DIN 1045 und DIN EN 206-1 einhalten. Welche Möglichkeiten konstruktiver Leichtbeton bietet, wurde auch von Prof. Schlaich eindrucksvoll bewiesen. Die Zusammensetzung für seinen „Infraleichtbeton“ geht zurück auf einen sehr leichten Leichtbeton mit mehreren Blähtonkorngruppen, der am Institut für Werkstoffe des Bauwesens der UniBwM in Neubiberg für eine Stahl-Leichtbeton-Sandwich Konstruktion entwickelt wurde. Der vorliegende Beitrag beschreibt die Entwicklung und Ausführung einer noch leistungsfähigeren Leichtbetonzusammensetzung. Sie wurde inspiriert durch den Wunsch des Architekten Michael Thalmair, sein eigenes Wohnhaus mit einem bauaufsichtlich zulässigen Leichtbeton auszuführen, der mindestens die Eigenschaften von „Infraleichtbeton“ besitzt.
Particular aspects of the development and design of high performance, lightweight, concrete with high thermal insulation properties and very low bulk density
The requirement for thermal-insulating structural lightweight concretes for normal housing and office construction has been successfully met in numerous structures over the past years. Many designers use lightweight concretes of the LC12/13 and LC16/18 strength classes in the D1,2 to D1,4 bulk density classes for this purpose. In this way they can comply with the requirements of the relevant DIN 1045 and DIN EN 206-1 concrete standards. The opportunities offered by structural lightweight concrete were also demonstrated impressively by Prof. Schlaich. The composition of his “sub-lightweight concrete” is based on a very light lightweight concrete containing several expanded clay particle size groups that had been developed at the Institute for Building and Construction Materials at the Munich Federal Armed Forces University (UniBwM) in Neubiberg for a sandwich structure of steel and lightweight concrete. The article describes the development and design of an even more effective lightweight concrete composition. It was inspired by the wish of the architect Michael Thalmair to build his own house with a lightweight concrete with building authority approval that had at least the same properties as “sub-lightweight concrete”.
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beton 4/2017 ab Seite 114
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