Zur Entwicklung der Betonzusammensetzung
Auswertung von historischen Datensätzen
Fischer, Matthias / Orlowsky, Jeanette
An der Technischen Universität Dortmund ist eine Datenbank auf MS-Access-Basis entwickelt worden, die derzeit 1491 Datensätze mit Betonzusammensetzungen enthält. Diese stammen aus den Fachzeitschriften beton und Beton-Informationen und sind dort in den Jahren 1980 bis 2014 veröffentlicht worden. Neben den Angaben zu den einzelnen Ausgangsstoffen wurden auch Eigenschaften von Frisch- und Festbeton erfasst. Mit diesen Datensätzen können Fragen hinsichtlich betontechnologischer Parameter und deren zeitlicher Entwicklung beantwortet werden. Der Beitrag zeigt einige exemplarische Auswertungen mit der Datenbank: Die Walz-Kurven zeigen bei den heutigen 5-Stoff-Systemen lediglich grobe Anhaltswerte für die Betondruckfestigkeiten. Wirkungen und Wechselwirkungen der unterschiedlichen Zusatzmittel und -stoffe werden hierbei nicht berücksichtigt. Ferner zeigt die Statistik einen über 20 Jahre annähernd gleich bleibenden Anteil hochfester Betone von 12 % bis 15 %. Betone der Festigkeitsklasse C30/37 sind seit Mitte der 1970er Jahre am häufigsten vertreten. Während der w/z-Wert in den vergangenen 35 Jahren nur geringfügig abnahm, haben sich die Konsistenzklassen der erfassten Betone von plastisch zu weich bis fließfähig verschoben. Der Einsatz von Fließmitteln/Betonverflüssigern ist hierfür die maßgebliche Ursache. Der bei unbekannter Betonzusammensetzung vielfach überschläglich angesetzte Faktor 6 bis 8 zur Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen Zementgehalt und Festbetonrohdichte wurde bestätigt. Die bestehende Datenbank BetoDa wird kontinuierlich erweitert, um auch zukünftig eine Datenbasis für statistisch fundierte Auswertungen zur Verfügung zu stellen.
The development of concrete compositions
A database based on MS Access that currently contains 1491 data records of concrete compositions has been developed at Dortmund Technical University. These records have been taken from the technical journals beton [Concrete] and Beton-Information and were published there in the years 1980 to 2014. The properties of the fresh and hardened concretes are also recorded in addition to the information on the individual initial constituents. These data records can be used to answer questions about concrete technology parameters and their development with time. The article shows some examples of evaluations using the database: The Walz curves only show rough estimates of the concrete compressive strengths for the current 5-material systems. Effects and interactions of the different admixtures and additions are not taken into account. The statistics also show a virtually constant proportion of high strength concretes of 12 % to 15 % over 20 years. Since the mid 1970s the most frequently represented concretes have been those of the C30/37 strength class. The w/c ratios have decreased only slightly over the past 35 years but the consistency classes of the concretes recorded have changed from plastic to soft to flowable. The main reason for this is the use of plasticizers/superplasticizers. The factor of 6 to 8 for the ratio between cement content and hardened concrete bulk density that is often applied as an approximation for unknown concrete compositions has been confirmed. The existing BetoDa database is being continuously expanded so that a database will also be available in future for statistically valid evaluations.
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beton 1/2017 ab Seite 16
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