Bau der Teilabschnitte Bodio und Faido des Gotthard-Basis-Tunnels
Betontechnologische Herausforderungen und Lösungen
Schaab, Andreas
Der Gotthard-Basis-Tunnel in der Schweiz wird nach seiner geplanten Fertigstellung im Jahr 2016 mit 57 km (Weströhre: 56978 m, Oströhre: 57091 m) der längste Eisenbahntunnel der Welt sein. Der Bau wurde durch ein umfangreiches betontechnologisches Prüf- und Auswahlverfahren vom Bauherrn der Alptransit Gotthard AG vorbereitet. Die Umsetzung dieser Vorauswahl an Betonzusammensetzungen in den realen Baubetrieb war deutlich schwieriger als erwartet. Durch die erstmalige, großtechnische Verwendung von glimmerreichem Brechsand wurde betontechnologisches Neuland betreten. Insbesondere der hohe und variierende Anteil an Schichtsilikaten führte dazu, dass die ursprünglich vor der Bauausführung entwickelten und geprüften Betonzusammensetzungen nicht die notwendige, prozessbedingte Robustheit hatten. Durch umfangreiche Versuche mussten baubegleitend neue Lösungen entwickelt und umgesetzt werden. Diese Entwicklungen machten den Verzicht auf die vorgesehene untertägige Betonversorgungszentrale in Faido möglich und bewirkten zusätzliche Beschleunigungsmaßnahmen zur Optimierung der Bauzeit. Dabei muss auch die hohe Produktionsleistung gewürdigt werden. Die Verarbeitung von glimmerreichen Brechsanden zur Herstellung von qualitativ hochwertigem Beton führt zur Schonung der natürlichen Ressourcen.
Concrete technology challenges and solutions during the construction of the Bodio and Faido sub-sections of the Gotthard Base Tunnel
After its planned completion in 2016 the Gotthard Base Tunnel in Switzerland will be the longest railway tunnel in the world with a length of 57 km (west tunnel: 56978 m, east tunnel: 57091 m). The construction was preceded by a comprehensive concrete technology testing and selection procedure by the client, Alptransit Gotthard AG. Applying this preliminary selection to the concrete compositions used in the actual construction was significantly more difficult than expected. The first large-scale use of mica-rich crusher sand broke new ground for the concrete technology. In particular, the high and variable proportion of layered silicates led to the situation where the concrete compositions developed and tested originally before the construction work did not have the robustness required for the process. New solutions had to be developed and implemented by extensive trials during the construction work. These developments made it possible to dispense with the planned underground concrete supply centre at Faido and also resulted in additional accelerated procedures for optimizing the construction time. The highly efficient production must also be acknowledged. Natural resources were conserved by the processing of mica-rich crusher sands for the production of high-grade concrete.
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beton 5/2012 ab Seite 172
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