Der Traum vom reinen Betonwürfel
Das Krematorium Berlin-Treptow
Fehlhaber, Jörg M.
Das an der Kiefholzstraße im Stadtteil Treptow gelegene Krematorium gehört mit zu den wichtigsten Sichtbetonbauten des 20. Jahrhunderts. Unumstritten hat es den Architekturpreis Beton 1999 zugesprochen bekommen. Selten hat ein eingereichtes Objekt von Anfang an in der Jury spontan so viel Zustimmung erhalten wie dieser Berliner Bau. Das Gebäude scheint für die Betonbauweise prädestiniert zu sein. Durch den vorbildlichen Umgang mit natürlichen und künstlichem Licht wird ,der Beton gleichsam zum Leuchten gebracht". Die Architekten um den Berliner Axel Schultes haben sich mit einer Reihe spektakulärer Bauten in den letzten Jahren einen Namen gemacht. In Bonn entstand das Kunstmuseum, das der neuen Museumsmeile im ehemaligen Regierungsviertel den besonderen Charakter verleiht. In Berlin nimmt das neue Kanzleramt Formen an, die die Bedeutung der neuen Machtzentrale architektonisch ausdrücken soll. Im Krematorium Baumschulenweg hat Axel Schultes zusammen mit Charlotte Frank und Christoph Witt seinen Traum vom reinen Betonwürfel verwirklichen können. Bereits in Bonn wollte er einen Kubus von 100 x 100 m ohne Fugen erstellen. Hier nun ist es eine Hülle von 50 x 70 m geworden, deren zentrale Halle durch ein raffiniert geführtes Tageslicht an den Säulenschäften vorbei natürlich beleuchtet wird.
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beton 5/2001 ab Seite 254
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beton
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