Ermittlung der Blutneigung im Eimerverfahren – Verfahrensbedingte Einflussparameter
Verfahren zur Prüfung von Frischbeton
Heese, Christian / Breit, Wolfgang
Im Auftrag der Forschungsgemeinschaft Transportbeton E.V. (FTB), Kamp-Lintfort, wurden für das so genannte “Eimerverfahren (Bluteimertest)“ aus dem Merkblatt des Deutschen Beton- und Bautechnik-Vereins E.V. (DBV) „Besondere Verfahren zur Prüfung von Frischbeton“ wesentliche verfahrensbedingte Einflussgrößen identifiziert und deren Auswirkung auf den zeitlichen Verlauf sowie die maximale Blutwassermenge beurteilt. Untersucht wurden die grundlegenden verfahrensbedingten Einflussgrößen für zwei Betonzusammensetzungen mit unterschiedlichen Blutcharakteristiken nach dem DBV-Merkblatt „Besondere Verfahren zur Prüfung von Frischbeton“ (Juni 2007). Grundsätzlich wurde während der Versuchsdurchführung darauf geachtet, ob eine problemlose Durchführung des Verfahrens nach dem DBV-Merkblatt möglich war, was grundsätzlich bestätigt werden kann. Als kritische verfahrensbedingte Einflussfaktoren konnten die Art des verwendeten Eimers, der Zeitpunkt des Prüfbeginns, die Prüfhäufigkeit sowie das verwendete Verfahren der Wasserabnahme identifiziert werden. Aus den erzielten Ergebnissen wurden Hinweise für die Durchführung von Bluteimertests abgeleitet. So wird zur Verringerung des Einflusses nicht vollständiger Blutwasserabnahme oder etwaiger Entnahme von Zementschlämmen eine vordefinierte Absaugstelle für das Blutwasser vorgeschlagen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn nur geringe Blutwassermengen anfallen. Fehlende Wasserabnahme bei kleinen Blutwassermengen beeinflusst das Ergebnis signifikant, während bei hohen Blutwassermengen eine geringe fehlende Absaugung weniger ins Gewicht fällt. Einflüsse, die sich aus dem Beton und den eingesetzten Ausgangsstoffen ergeben können, wurden im Rahmen der vorgestellten Untersuchungen nicht berücksichtigt. Eine Bewertung der in dem DBV-Merkblatt angegebenen Richtwerte für anwendungsbezogene maximale abgesonderte Wassermengen war ebenfalls nicht Gegenstand der Untersuchungen und kann an dieser Stelle nicht erfolgen.
At the request of the FTB (Ready-mixed Concrete Research Association) in Kamp-Lintfort, important influencing variables inherent in the method were identified for the “bucket method (bleed bucket test)” described in the instructional pamphlet issued by the DBV (German Concrete and Construction Technology Association) entitled “Special methods for testing fresh concrete”. The effects of these variables over time and the maximum quantity of bleed water were assessed. The underlying influencing variables inherent in the method were investigated for two concrete compositions with different bleeding characteristics in accordance with the DBV instructional pamphlet “Special methods for testing fresh concrete” (June 2007). While the method was being carried out attention was focused on whether the procedure specified in the DBV pamphlet could be performed without any problems, which can basically be confirmed. The type of bucket used, the time at which the test starts, the frequency of testing and the method used for removing the water were identified as critical influencing factors inherent in the method. Advice for carrying out bleed bucket tests was derived from the results obtained. For example, a pre-defined point for drawing off the bleed water was recommended to reduce the influence of incomplete bleed water removal or any removal of cement slurry. This is particularly important if only small quantities of bleed water are produced. Absence of water removal with small quantities of bleed water has a significant influence on the result, while slightly deficient removal is of less consequence with large quantities of bleed water. Effects that can arise from the concrete and starting materials used were not taken into account in these investigations. An evaluation of the guide values given in the DBV instructional pamphlet for the maximum quantity of water exuded for a specific application was also not a subject for the investigation and cannot be carried out here.
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beton 4/2012 ab Seite 110
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