Auswirkungen einer Frostbeanspruchung auf dichte hochfeste Betone (Teil 2) / Effects on freeze-thaw attack on dense high-strength concrete (Part 2)
Betontechnische Berichte
Feldrappe, Volkert / Müller, Christoph
Eine der wichtigsten Anforderungen an moderne Betonbauwerke ist die Dauerhaftigkeit. Sie beinhaltet auch den Widerstand gegenüber einer Frostbeanspruchung. Laboruntersuchungen zum Frostwiderstand hochfester Betone ohne künstlich eingeführte Luftporen erbrachten z.T. widersprüchliche Ergebnisse, ohne dass dabei das beobachtete Materialverhalten abschließend geklärt werden konnte. Die Untersuchungen, über die hier berichtet wird, hatten zum Ziel, grundlegende Unterschiede zwischen hochfesten Betonen ohne und mit Silikastaub herauszuarbeiten, um den Frostwiderstand solcher Betone besser bewerten zu können. Hierzu wurde die Frostbeanspruchung im Labormaßstab mithilfe des CF/CIF-Verfahrens nachgestellt. Das Gefüge der Betone wurde sowohl während der Sättigungsphase als auch im Zuge der Frostprüfung untersucht. Die Änderung des dynamischen Elastizitätsmoduls als Indikator für eine innere Gefügeschädigung wurde eingehend gemessen und mit der Spaltzugfestigkeit als mechanische Kenngrößen korreliert. Die silikastaubhaltigen hochfesten Betone mit einem äquivalenten Wasserzementwert = 0,35 wiesen bei der Prüfung im Labor keinen ausreichenden Frostwiderstand auf. Der dynamische E-Modul fiel innerhalb weniger Frosttauwechsel stark ab. Als Schädigungsursache wurde ein Überschreiten einer kritischen Sättigung des Porenraums nachgewiesen. Der Porenfüllungsgrad zu Beginn des CF/CIF-Versuchs solcher Betone war im Vergleich zu dem der Betone ohne Silikastaub höher, wodurch die kritische Sättigung innerhalb weniger Frosttauwechsel erreicht wurde.
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beton 11/2004 ab Seite 575
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beton
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