Die Hydratation von Hüttensanden und Möglichkeiten ihrer Beeinflussung zur Optimierung von Hochofenzementeigenschaften
Schriftenreihe der Zementindustrie Heft 76; A5; 170 Seiten, ISBN 978-3-7640-0529-0
Tigges, Vera Elisabeth
Für den gezielten und effizienten Einsatz von hüttensandhaltigen Zementen ist das Verstehen der chemischen Reaktivität von Hüttensanden und deren Auswirkung auf die physikalischen Eigenschaften von entsprechenden zementgebundenen Baustoffen notwendig. In bisherigen Forschungsarbeiten wurde fast ausschließlich angenommen, dass die Festigkeitsentwicklung hochofenzementgebundener Baustoffe und die chemische Reaktivität der enthaltenen Hüttensande proportional zueinander sind. Aktuelle Forschungsarbeiten des Forschungsinstituts der Zementindustrie legen allerdings das Gegenteil nahe [Was 03-1]. Hinsichtlich der Druckfestigkeitsentwicklung leistungsstarke Hüttensande reagieren danach eher verhalten. Leistungsschwache Hüttensande reagieren dagegen in wässrigem Milieu schneller und binden mehr Wasser. Mit dieser Arbeit sollen die neuen Erkenntnisse über die chemische Reaktivität von Hüttensanden erheblich vertieft werden. Sie soll helfen, neue Indikatoren für die schnelle Bestimmung der Qualität von Hüttensanden in Bezug auf ihre Verwendung als Zementhauptbestandteil abzuleiten. Anhand dieser neuen Erkenntnisse soll auch der negative Einfluss erhöhter Titandioxidgehalte auf die Frühfestigkeiten hochofenzementgebundener Baustoffe aufgeklärt werden.
Fachbuch 529/2010 ab Seite
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