Brückenkappe mit Portlandkompositzement
Ein Pilotprojekt mit CEM II/B-M (V-LL) 32,5 R-AZ
Rothenbacher, Werner
Bei der Instandsetzung einer Brücke im Zuge der B 311 zwischen Ulm und Geisingen wurden der Überbau teilweise abgetragen und aufbetoniert sowie die Kappen vollständig erneuert. Das zuständige Straßenneubauamt stimmte dem Vorschlag zu, eine Brückenkappe mit dem bisher verwendeten Portlandkalksteinzement auszuführen, die auf der anderen Seite liegende Kappe mit einem Portlandkompositzement. Durch umfangreiche Untersuchungen beider Betone konnten unmittelbare Vergleiche gezogen werden. Die Frisch- und Festbetonkennwerte haben die Gleichwertigkeit beider Zemente bestätigt. Das Pilotprojekt zeigt, dass Portlandkompositzemente mit mehreren Hauptbestandteilen durchaus das Potenzial haben, um auch im Bereich der ZTV-ING eingesetzt zu werden. Die Frisch- und Festbetondaten haben die Gleichwertigkeit der Zemente bestätigt. Es wäre zu begrüßen, wenn die vielen positiven Erfahrungen auch mit anderen Portlandkompositzementen in den Regelwerken Eingang finden würden und somit deren Einsatz generell möglich wird. Es ist durchaus sinnvoll, beim Entwurf von Betonzusammensetzungen für Brückenkappen, mit Vorhaltemaßen für den Luftgehalt und dem w/z-Wert zu arbeiten. Die Konsistenz sollte sich im oberen Bereich F2 bewegen. Dann kann auch der Besenstrich frühzeitig aufgebracht werden. Der Zeitraum von der Herstellung des Betons bis zur Beendigung des Einbaus sollte möglichst kurz gehalten werden. – Bridge walkway section made with Portland-composite cement – During the repair of a bridge on the B 311 between Ulm and Geisingen the surface course was removed in some parts and topped with concrete, and the walkway sections were completely renewed. The building control authority responsible for road repairs agreed with the proposal to construct one bridge walkway section with the Portland-limestone cement used previously and the walkway section on the other side with Portland-composite cement. Direct comparisons could be made through extensive examination of the two concretes. The characteristic values for the fresh and hardened concretes have confirmed the equivalence of the two cements. The pilot project shows that Portland-composite cements with several main constituents definitely have the potential for use in the field covered by ZTV-ING (Additional Technical Terms of Contract and Guidelines for Civil Engineering Structures). It would be appreciated if the many positive results obtained with other Portland-composite cements were included in the regulations, which would allow general use of these cements. It is entirely appropriate to work with safety factors for the air content and w/c ratio in the design of concrete compositions for bridge walkway sections. The consistency should lie in the upper range of F2. This means that the broom-finish can be applied at an early stage. The period from the production of the concrete to end of placement should be kept as short as possible.
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beton 4/2011 ab Seite 124
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